dbb magazin 10/2019

„Das Al Capone-Prinzip“ titelt t@cker im Oktober und beschreibt damit die neue Strategie des Staates gegen die Clankriminalität. Kriminelle Großfamilien haben hierzulande in den vergangenen Jahren durch spekta­ kuläre Überfälle, Einbrüche und Morde von sich reden gemacht und geraten mittlerweile doppelt so häufig in den Fokus von Polizei, Bundeskriminalamt und Staatsanwälten wie die Mafia, zeigt der neue Lage­ bericht des Bundeskriminalamtes. „Ein Trend, dem der Staat nun nicht mehr tatenlos zusehen will“, schreibt dbb jugend-Chefin Karoline Herrmann im Editorial. „Nachdem aus den Reihen der Polizei be­ reits seit mehr als zehn Jahren eindringlich vor dem wachsenden Clanproblem gewarnt wurde, hat die Politik nun endlich zur Kenntnis genommen, dass gegengesteuert werden muss.“ Die Landesinnen­ minister fahren eine neue Taktik gegen die organi­ sierten Kriminellen: Wenn man sie nicht wegen Mordes drankriegt, dann eben wegen Steuerbe­ trugs – wie einst Al Capone (t@cker-story). Berlins Innensenator Andreas Geisel erläutert im t@cker- Interview, wie man jetzt in der Hauptstadt den Kampf gegen die Clankriminalität angeht und was er von Promis aus dem Dunstkreis der Berliner Clans hält – etwa dem Rapper Bushido. t@cker – das dbb jugend magazin: Reinschauen lohnt sich wie immer. Einfach direkt reinsurfen unter www.tacker-online.de! jugend Westen 63 Prozent – im Osten weniger, nämlich 56 Prozent. << Mauer weg, Gesprächs- bedarf geblieben Es gibt allerdings eine Ausnah­ me. Einzig den Gewerkschaf­ ten vertrauen junge Menschen im Osten etwas mehr als im Westen. 52 Prozent der ostdeutschen und 51 Prozent der westdeut­ schen Nachwendegeneration vertrauen Gewerkschaften sehr stark oder eher stark. Vor fast 30 Jahren fiel die Mau­ er. Seitdem wurde vor allem viel über die Angleichung der Lebensverhältnisse gesprochen. Über Löhne, Rente und struk­ turschwache Regionen. Aber auch die leiseren Fragen, die, in denen es um Zugehörigkeit und Identität geht, sind es noch im­ mer wert, gestellt zu werden. Auch denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden. Anstatt dies als historisches Ereignis einzusortieren, sollten wir es zum Anlass nehmen, uns der Gegenwart zu öffnen. Hin­ zuschauen, nachzufragen, zu­ zuhören. Auch wenn wir ein Land sind, gibt es noch Unter­ schiede. Denn die Mauer mag weg sein, aber Gesprächsbe­ darf gibt es. Und zwar am bes­ ten ohne Vorurteile, orientiert an Fakten und echten Gefüh­ len. Für einen Dialog im eige­ nen Land. dbb jugend magazin online Herausgeber: dbb jugend dbb jugendmagazin für junge leute imöffentlichendienst Bundesjugendaus- schuss:Digitalisierung menschlichmachen Schalom, Israel: Jugendaustausch in Deutschland BerlingegenClans: „Dasganze Programm“ 10 2019 Ausgabe 17 9 2 SummerSchool: TheorieundPraxis in tollerNatur 15 Hier findet Ihrdiedbb jugendauf Instagram 13 3 Das Al Capone-Prinzip KampfgegenClan-Kriminalität Ratgeber: Handreichungzum UmgangmitderAfD tacker_10_2019.indd 1 24.09.2019 16:09:29 Bundesjugendausschuss in Dresden Digitalisierung menschlich machen Digitalisierung – imMoment DAS Thema für den öffentli­ chen Dienst und damit auch für die dbb jugend. 47 junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter kamen am 20./21. September 2019 in Dresden zusammen, um beim Herbst-Bundesjugendaus­ schuss über Chancen und Risi­ ken der digitalen Transforma­ tion zu sprechen. „Wir machen Digitalisierung menschlich!“ lautet die Head­ line der Position, die der Bun­ desjugendausschuss in Dres­ den beschloss. „Die dbb jugend (Bund) sieht in der Digitalisie­ rung eine große Chance für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, um in Zukunft effekti­ ver und angenehmer zu arbei­ ten. Auch für die Bürgerinnen und Bürger wird sich der Zu­ gang zu Verwaltungsdienstleis­ tungen einfacher gestalten“, heißt es in dem Papier. „Die jungen Beschäftigten bringen viele Kompetenzen, die die Digitalisierung erfor­ dert, bereits mit und arbeiten intuitiv und selbstverständlich mit modernster Technik. Älte­ re Kolleginnen und Kollegen können den Umgang hiermit sicherlich ähnlich gut lernen. Das natürliche Expertenwis­ sen junger Beschäftigter muss aber anerkannt und gemein­ sammit dem Erfahrungswis­ sen der Älteren aktiv genutzt werden“, erläuterte dbb ju­ gend-Chefin Karoline Herr­ mann. Zu Gast war im Bundesju­ gendausschuss diesmal Jens Albrecht, Abteilungsleiter Di­ gitalisierung und Marktord­ nung im Sächsischen Staats­ ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der über den aktuellen Stand der digi­ talen Dinge im Freistaat be­ richtete. Auch dbb Chef Ulrich Silberbach kam nach Dresden, ebenso wie die Vorsitzende des Sächsischen Beamten­ bund und Tarifunion (SBB), Na­ nette Seidler. Henning Klem­ me aus der dbb jugend-AG Diversity informierte in einem Vortrag über gendergerechte Sprache. Beschlossen wurde in Dresden auch ein neues Logo für die dbb jugend. 29 > dbb magazin | Oktober 2019

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