dbb magazin 11/2019

vorgestellt verlängerte Lebensarbeitszeit treten auch diese Krankheits­ bilder vermehrt auf. Hier liegt der Fokus der BAuA in der Prä­ vention arbeitsbedingter Er­ krankungen. Ein weiterer Arbeitsschwer­ punkt beschäftigt sich mit den zunehmend flexiblen Arbeits­ zeiten. Gerade durch die soge­ nannte Entgrenzung der Arbeit, also die Arbeit in den frühen Morgenstunden oder abends, aber auch an Sonntagen, kommt immer häufiger vor und verur­ sacht laut BAuA neue Gesund­ heitsrisiken. Hier sind daher die zeitlichen Handlungsspiel­ räume der Beschäftigten von zentraler Bedeutung. Je mehr Einfluss also der Arbeitnehmer auf seine Arbeitszeit hat, desto geringer ist das Gesundheits­ risiko. << Wie Mensch und Robo- ter kommunizieren Natürlich darf, wenn es um die Zukunft der Arbeit geht, das Thema Robotik nicht fehlen. Auch hierzu gibt die BAuA um­ fassende Informationen zum neuesten Stand der Kenntnis­ se. So zeigt sich etwa, dass die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine umso besser funktioniert, je men­ schenähnlicher der Roboter gebaut ist. Gesichtszüge, und seien sie nur grafisch visuali­ siert an einem auf den Roboter angebrachten Tablet, erhöhen also die Akzeptanz des Robo­ ters. Darüber hinaus wirken sie produktivitätssteigernd, da die Mitarbeiter durch sie besser vorhersehen können, was der Roboter als nächstes tun wird. Auch die Erforschung von neuen Werkstoffen, die in der Produktion eingeführt werden, ist ein großes Themenfeld der BAuA. Denn die Geschichte des technischen Fortschritts ist häufig auch eine neuer Materi­ alien – von Verbundstoffen wie Getränkekartons bis hin zum Silizium-Chip. Die Chancen, die sich durch diese Materialien eröffnen, sind jedoch nicht im­ mer frei von Nebenwirkungen, wie das Beispiel Asbest zeigt. Einst als Wundermaterial ge­ feiert, ist es bis heute für welt­ weit mehr als 230000 Todes­ fälle verantwortlich. Um diese oder ähnliche Vorfälle bei neu­ en, modernen Materialien zu vermeiden, muss die BAuA stets auf dem neuesten Stand der Technologie sein. In all diesen Bereichen ist es auch elementar, durch perma­ nente Information die Öffent­ lichkeit auf die Chancen und Risiken neuer Technik in der Arbeitswelt zu sensibilisieren. Daher hat die BAuA zumWis­ senschaftsjahr 2019 auch meh­ rere Web-Dokumentationen für die oben genannten The­ men erstellt. Weitere Informa­ tionen dazu erhalten Sie hier: dbb.de/baua. dro << DASA Entdecken und Mitmachen Die DASA ist Deutschlands größte Arbeitswelt- Ausstellung: Auf einer Größe von fast zwei Fuß­ ballfeldern erstrecken sich in Dortmund span­ nende Erlebniswelten zum Entdecken und Mit­ machen. Es gibt Ausstellungen, die den Blick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt richten – von Webmaschinen sowie historischen Setzkäs­ ten und Druckmaschinen bis hin zu Robotern und einem Flugsimulator. Die DASA hat jährlich etwa 200000 Besucher. << BAuA-Standort Berlin © BAuA (3) 21 dbb > dbb magazin | November 2019

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