13. Frauenpolitische Fachtagung

Frauen 4.0 – Diskriminierungsfreies Fortkommen im öffentlichen Dienst

13. Frauenpolitische Fachtagung

Bei der 13. Frauenpolitischen Fachtagung der dbb bundesfrauenvertretung am 11. Mai 2017 präsentierten hochrangige Expertinnen und Experten im dbb forum berlin Antworten auf die komplexe Frage, weshalb weibliche Beschäftigte auch im öffentlichen Dienst beruflich stärker benachteiligt werden als ihre männlichen Kollegen. „Würden die gesetzlichen Vorgaben konsequent umgesetzt, so müssten Frauen gleiche Aufstiegs- und Karrierechancen wie Männer haben und Teilzeitkräfte dieselben wie Vollzeitkräfte“, machte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer vor den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich.

Lohngerechtigkeitsgesetz:

dbb fordert mehr Transparenz bei der Lohngestaltung

Der Bundesrat hat das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern am 12. Mai 2017 gebilligt. „Die enthaltenen Regelungen bleiben hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück“, kritisiert dbb Chef Klaus Dauderstädt.

13. Frauenpolitische Fachtagung der dbb bundesfrauenvertretung

Beförderungspraxis muss Lebensrealität von Frauen berücksichtigen

Helene Wildfeuer

Die dbb bundesfrauenvertretung hat auf der 13. Frauenpolitischen Fachtagung am 11. Mai 2017 in Berlin eine grundlegende Reform des Beförderungssystems im öffentlichen Dienst gefordert. „Die Beurteilungspraxis geht von einem idealtypischen Erwerbsverlauf aus, wie ihn in der Regel Männer vorweisen –basierend auf einer stetigen Laufbahnentwicklung mit einer durchgängigen Erwerbsbiografie und einer dauerhaften Vollzeitbeschäftigung. Erwerbsunterbrechungen, wie sie derzeit für weibliche Lebensverläufe typisch sind mit Elternzeiten, Pflegezeiten, längeren Phasen der Teilzeit- und Telearbeit, werden als „Abweichung von der Norm“ angesehen und dementsprechend auch bewertet. Und das hat gravierende Folgen für das berufliche Fortkommen“, machte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung deutlich.

Mutterschutzreform

Mehr Schutz für junge Mütter

Mehr Schutz für junge Mütter

Die große Koalition hat sich auf die Novellierung des Mutterschutzgesetzes geeinigt. Damit ist der erste Schritt hin zu einem modernen Mutterschutzgesetz getan. Die Reform soll Frauen zukünftig noch besser bei der Vereinbarung von Beruf, Schwangerschaft und Stillzeit unterstützen. Zukünftig sollen neben Arbeitnehmerinnen insbesondere auch Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen im Mutterschutzgesetz berücksichtigt werden.

Bundestag verabschiedet Gesetz für mehr Lohntransparenz

Kein „echtes“ Lohngerechtigkeitsgesetz

Stop Gender Pay Gap

Der Bundestag hat dem Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zugestimmt. Aus Sicht der dbb bundesfrauenvertretung war das Gesetzesvorhaben längst überfällig. Dennoch bleibt das verabschiedete Regelwerk hinter den Erwartungen zurück. „Wir haben uns von der großen Koalition mehr Mut erhofft, ein echtes Lohngerechtigkeitsgesetz umzusetzen, das diesen Namen auch verdient“, machte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung am 31. März 2017 deutlich.

Sachverständigengutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht

Gleichstellungsgesetze werden nachlässig umgesetzt

Gleichstellung

Die dbb bundesfrauenvertretung hat das Sachverständigengutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung begrüßt. „Der Bericht ist nicht nur wegweisender Leitfaden zur Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern, sondern legt die Schwachstelle bei der Gleichstellung im öffentlichen Dienst bloß: Dort gibt es zwar Gleichstellungs- und Frauenfördergesetze, die die Situation für Frauen regeln sollen. Allerdings führen Nachlässigkeiten bei der Umsetzung dieser Gesetze zu indirekter Diskriminierung weiblicher Beschäftigter“, stellte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, am 29. März 2017 heraus.