Einkommensrunde für Beschäftigte von Bund und Kommunen
„Die Menschen in Deutschland wollen einen handlungsfähigen Staat“
Sächsische Kommunalbeschäftigte und Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes haben sich in Dresden lautstark für höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt.
„Der Fachkräftemangel, die demografische Entwicklung, eine ständig wuchernde Aufgabenfülle – die Beschäftigten des öffentlichen Diensts arbeiten in der aktuellen politischen Lage am Limit – in Sachsen wie überall in Deutschland! Wenn die Arbeitsbelastung steigt, müssen die Einkommen mit rauf!“, rief Hermann-Josef Siebigteroth, Stellvertretender Vorsitzender der dbb Bundestarifkommission vor Teilnehmenden auf der Kundgebung am 6. März 2025 vor dem Gebäude des Kommunalen Arbeitgeberverbands Sachsen in Dresden zu. Die Blockadehaltung, die die Arbeitgebenden in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Februar gezeigt hätten, sei zutiefst enttäuschend und respektlos. „Bund und Kommunen müssen in den öffentlichen Dienst investieren, und zwar in beides: Beton und Beschäftigte. Sonst kann unser Staat die anstehenden Aufgaben nicht erfüllen“, sagte der Vorsitzende der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten VDStra.
„Die Menschen in Deutschland wollen einen handlungsfähigen Sozialstaat. Das ist und bleibt aber personalintensiv“, betonte auch Steffen Winkler, stellvertretender Landesvorsitzender im SBB. „Pflegen, Lehren, Sichern und Planen können nur die gut ausgebildeten Beschäftigten im öffentlichen Dienst“, sagte Winkler, der im Sächsischen Lehrerverband für Beamten- und Tarifrecht zuständig ist. Er erinnerte daran, dass neben den Einkommen auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssten, um den Personalbestand zu schützen: etwa durch die Verbesserung des Betreuungsschlüssels für Kitakinder.