Einkommensrunde für Beschäftigte von Bund und Kommunen
„Wir wollen keine Ausreden, wir wollen Ergebnisse“
Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot der Arbeitgebenden, machten 500 Beschäftigte am 11. März 2025 in Koblenz ihrem Unmut Luft.
Lilli Lenz, Landesvorsitzende des dbb rheinland-pfalz, kritisierte das Verhalten der Arbeitgebenden: „Zweimal hatten Bund und VKA die Gelegenheit, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, zweimal haben sie sich nicht gerührt. Diese Ignoranz ist ein Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten, die jeden Tag ihr Bestes geben.“ Im öffentlichen Dienst sei es hinsichtlich der Überlastung in vielen Bereichen fünf vor zwölf. Lenz weiter: „In dieser angespannten Arbeitslage ist es purer Hohn, damit zu argumentieren, dass unsere Forderungen den Haushalt überlasten würden. Wir wollen in der dritten Verhandlungsrunde keine Ausreden mehr, sondern Ergebnisse, die unseren Forderungen gerecht werden.“
Auf der Kundgebung vor dem Koblenzer Rathaus erklärte der stellvertretende Vorsitzende der dbb bundestarifkommission Thomas Zeth: „Bund und VKA haben über die letzten Monate dem öffentlichen Dienst die kalte Schulter gezeigt. Und was hat ihnen diese Verweigerungshaltung gebracht? Es hat dazu geführt, dass überall in Deutschland Beschäftigte gestreikt haben und teils zu Tausenden auf die Straße gegangen sind.“ Der Frust sei im ganzen Land zu spüren. „Den Arbeitgebenden muss klar sein, dass der Druck auf dem Kessel enorm ist.“ Es könne nicht im Interesse der Arbeitgebenden liegen, die 2,6 Millionen Beschäftigten von Bund und Länder ewig zu ignorieren.